Alkohol kann Gesprächsstoff liefern, meist aber keine Antworten. Kommen Sie zur Aktionswoche Alkohol für Fakten,…

Aktionswoche Einsamkeit
„Weniger süchtig durch weniger alleine!“
Einsamkeit und Sucht stehen oft in engem Zusammenhang. Wer sich über längere Zeit isoliert, ausgeschlossen oder emotional allein fühlt hat ein erhöhtes Risiko zu Alkohol, Medikamenten, Glücksspiel oder anderen Suchtmitteln und Verhaltensweisen zu greifen. Sie können scheinbar Trost spenden, Belastungen dämpfen oder fehlende Nähe ersetzen. Gleichzeitig kann eine Suchterkrankung soziale Kontakte belasten, Rückzug verstärken und Einsamkeit noch weiter vertiefen.
So entsteht häufig ein ungünstiger Kreislauf: Einsamkeit kann Sucht begünstigen – und Sucht kann Einsamkeit verstärken.
Die Aktionswoche Einsamkeit rückt vom 22. bis 28. Juni 2026 diesen Zusammenhang in den Fokus. Sie schafft Raum für Austausch, Information und Begegnung und macht deutlich: Soziale Verbundenheit und Unterstützung sind wichtige Faktoren, um Einsamkeit und Sucht vorzubeugen und Betroffene zu stärken.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen Suchtbeauftragten und Beauftragten für Suchtprävention in Baden-Württemberg möchte an dieser Stelle vor allem ein Augenmerk auf eine sehr stille und unauffällige Form der Sucht hinweisen: Sucht im Alter.
In Deutschland sind Millionen Menschen von Einsamkeit betroffen und doch trauen sich die wenigsten, darüber zu sprechen. Dabei sind persönlicher Kontakt und ein ehrliches Gespräch der erste Schritt aus der Einsamkeit. Jede und jeder von uns kann helfen und Mitmenschen mehr Aufmerksamkeit schenken und damit auch einen Beitrag zur Suchtprävention leisten.